Preisanstieg bei FZ & Co – bis zu 25% Aufschlag

Saftige Preiszuschläge von bis zu 25 % mehr verlangt ab dem 1. August 2010 der Parzeller-Verlag für seine Printprodukte. Während die Fuldaer und die Hünfelder Zeitung um „moderate“ 6,7 Prozent im Einzelverkauf teurer werden, wird der Schlitzer Bote sogar um  satte 25 Prozent (!) pro Ausgabe mehr kosten. Ich kenne zwar den Print-Regionalteil des Schlitzer Botens nicht, bezweifele aber aufgrund der schlechten der FZ-Unterseite für die Region, dass dieser Aufschlag gerechtfertigt ist. Wo wir beim Thema Rechtfertigung sind. Womit werden die steigenden Preise begründet? Inflation, gestiegene Rohstoff- oder Energiepreise? NEIN. Die Begründung:

„… Wir bieten Ihnen heute mehr Themen und mehr Seiten als jemals zuvor – und dies in einer zunehmend höheren Qualität … Diese Mehrleistungen wollen aber auch finanziert werden, daher ist es unumgänglich, dass wir eine Anpassung unserer Bezugspreise vornehmen … „, schreibt die Parzeller-Verlagsleitung auf Seite 2 der heutigen Ausgabe.

Hahahaha, selten so gelacht. Seit dem neuen Design ist die FZ profilloser geworden, die Artikel schlechter denn je und zumindest im überregionalen Teil ist der Großteil aus Agenturmaterial zusammengeklaubt. Die Redaktion wurde im Laufe der Jahre immer weiter verkleinert und die Mitarbeiter mit Niedrigstgehältern abgespeist. Bereits im Jahre 2009 ging dagegen die Gewerkschaft ver.di auf die Straße (http://mmm.verdi.de/archiv/2009/06-07/print/fuldaer_zeitung_ohne_bodenhaftung ; http://www.osthessen-news.de/beitrag_B.php?id=1166448 ). Vor diesem Hintergrund und mit dem aktuellen Print-Produkt vor Augen, wirkt das Ganze wie eine Verhöhnung der Leser. Die senile Leserschaft, die immer mehr wegstirbt, und die Zeitung wahrscheinlich nur wegen den Todesanzeigen liest, wird sich wohl nicht dazu aufreißen können, Konsequenzen zu ziehen und ihr Abonnement zu kündigen. Das hat sich wohl auch der Verlag Parzeller gedacht und versucht aus dem Produkt Tageszeitung noch das Maximum herauszusaugen, bevor es stirbt.

Das Geld für die Fuldaer Zeitung ist wohl besser investiert in eine Zeitung wie die Süddeutsche, die TAZ oder die Frankfurter Allgemeine. Die regionalen Infos bekommt man bei osthessen-news. Nur auf die Todesanzeigen muss man dann leider verzichten …

 Huan-Son! 

2 Gedanken zu „Preisanstieg bei FZ & Co – bis zu 25% Aufschlag

  1. Mara

    Kann Deiner Kritik nur zustimmen! Ein unglaublich dilettantisch gemachtes Provinzblatt zu einem unverschämten Preis!
    Aber es gibt hier ja genügend Rentner, die diese „Zeitung“ kaufen. Schön, dass es wenigstens am Bahnhof genügend überregionale Tageszeitungen gibt!
    Ich bin vor 2 Jahren aus beruflichen Gründen nach Fulda gezogen und bin hier von vielen Gegebenheiten (u.a. auch der FZ) entsetzt! Es kann nur noch aufwärts gehen——–oder ich muß wieder umziehen:)!

  2. Rhönschaf

    @Mara: Du bist entsetzt ob der fuldischen Kuriositäten? Das kann ich gut nachvollziehen. Wobei, bei mir ist es eher ein „Fremdschämen“. Die FZ ist nur ein peinliches Detail von vielen. Mir kommt da v.a. der fölsche Klüngel in den Sinn: unglaublich, wie unverschämt offensichtlich sich die Fuldaer „Elite“ gegenseitig Ämter und Aufträge zuschustert und die Ergebnisse dieses inzestösen Gebahrens dann auch noch in Selbstbeweihräucherung erstickt. Zuletzt war dies wieder beim Startschuss zur neuen Imagekampagne „region-fulda.de“ zu beobachten. Unglaublich, mit welcher Arroganz man sich dort darstellt und damit auch noch hofft, Unternehmen und Fachkräfte nach FD zu locken. Nach meinen Erfahrungen als Auswertiger bin ich sowieso davon überzeugt, dass man in FD größten Wert darauf legt, unter sich zu bleiben. Insofern macht die Kampagne dann doch Sinn…

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