Überleben dank Fuldaer Tafel

Selten sind in der Fuldaer Zeitung Artikel zu lesen, die die tatsächlichen Verhältnisse, z.B. von Hartz IV Empfängern wiedergeben. Ein Artikel über die Fuldaer Tafel in der heutigen FZ lässt jedoch ahnen, wieviel Elend es im „reichen“ Fulda gibt.
Hier zwei Ausschnitte:

„An die 300 Kunden drängeln sich hier an jedem Verkaufstag, harren oft mehr als zwei Stunden aus bei Sonne und Regen, bei minus 15 Grad ebenso wie bei sengender Hitze. Sie tun es nicht freiwillig, sondern weil sie das, was für die meisten von uns selbstverständlich ist, nicht haben: das tägliche Brot.“

und

Hinter jedem der rund 1000 Stammkunden stehen im Durchschnitt 3,5 Familienangehörige, die mit ernährt werden. Das sind rund 3500 Menschen, davon fast 800 Kinder. Karin Schäfer bringt es auf den Punkt: „Ich glaube, wir ahnen gar nicht, wie viele Kinder abends hungrig ins Bett gehen und morgens hungrig aufstehen und in die Schule geschickt werden.“

Die Frage, die ich mir stelle: was passiert wenn diese Leute krank werden. Oder was ist mit den Leuten, die zu gebrechlich sind in die Weserstraße zu kommen?

Zum FZ-Artikel

7 Gedanken zu „Überleben dank Fuldaer Tafel

  1. strahli

    Vorsicht!! Vielen geht es gar nicht so schlecht, viele Hartz Empfänger wollen einfach nur billig einkaufen. Gut, es ist ihr gutes Recht, aber bleiben wir doch mal auf dem Teppich, denn z.B. ein Alleinverdiener in einer dreiköpfigen Familie hat oftmals weniger Geld zur Verfügung als so manche Hartz4-Familie. Das ist Fakt!

  2. barbara

    Dass eine dreiköpfige Familie weniger zur Verfügung hat als ein Hat IV-Empfänger ist natürlich ein Skandal – aber machts das in dem Artikel Beschriebene dadurch besser? Ich würd mal sagen: nein, keineswegs. Nun lasst uns doch nicht die „einkommensschwachen“ Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen, darauf bauen sie, die Armutsverwalter, doch gerade!

  3. Isabell

    Ich hatte die Möglichkeit, mir die Fuldaer Tafel genauer anzuschauen und habe mich mit den Mitarbeitern unterhalten. Ich stand als gutgekleidete Studentin mit meinen Mitstudierenden auf dem Gelände und habe mir die Menschen angeschaut.
    Ich sah zu, wie sie anstanden und warteten und wie sie ihre vollen Tüten wegtrugen…
    Ich sah, wie unangenehm es diesen Menschen war…
    Ich sah niemanden, dem ich seine Bedürftigkeit nicht geglaubt hätte…
    Auch wenn dennoch Einige von ihnen nur preiswert an Lebensmittel kommen wollen- ich möchte mit keinem von ihnen tauschen…

  4. Ilona52

    Fragt mich, ich bin noch bei der Fulder Tafel angestellt, als Einzige – wie lange noch ?ich habe heute mitgeteilt das ich bösartigen Krebs (im Kopf) habe, abwarten auf die Reaktionen und immer her mit euren Erfahrungen mit uns, damit Unsere Chefs nicht in der hellen Sonne der Presse aufblühen. PS. ich arbeite dort gerne, auch wenn ich den Dreck anderer weg räume uvm. und ich mag auch viele der Mitarbeiter die aus Überzeugung kommen.

  5. lisa

    hallo leute also bisschen mitleid sollte man doch schon haben… ich mein wie viel bekommt denn übrehaupt ein hartz empfänger?? net etwa 3000€ oder was weiß ich wie viel… er bekommt nur 323€!! das is ja wohl net genug um zu überleben… miete, rechnung, strom, telefon… sollen die menschen kein leben mehr haben?? natürlich haben die das recht zu leben und zu genießen… ich finf fuldaer tafel echt der hammer… respekt respekt… macht so weiter;-)

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