Schlägt Osthessen-News Kapital aus der Notlage Einzelner?

Sex sells und fragwürdige Bilder tun es auch. Dass darauf die Springer Presse kein Monopol hält, hat das Medienunternehmen mit dem Beitrag „Auf Streife mit der Polizei“:

http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1187597

Die nicht selten von der Leserschaft zur Verfügung gestellten Fotos sind bequem konsumierbar und sorgen für eine erhöhte Abrufquote, die sich wiederum direkt in
Form von Werbeeinnahmen bezahlt macht.

Doch die fotografierten Personen sind mitunter doppelt bestraft. Zum einen (z.B.) durch den Unfall der sie (scheinbar) überhaupt erst interessant für die Öffentlichkeit macht, zum anderen mit dem Ärger der mit der Abwehr eines Fotografen verbunden sein kann.

In dem aktuellen Fall, war Ost-Hessen-News anscheinend zufällig (?) bei einer Routine-Polizeikontrolle zugegen. Dabei wurden die betroffenen Personen in peinlichen Situationen fotografiert. Dazu gehört z.B. die Abgabe einer Urinprobe, die Durchsuchung des eigenen PKWs, und das balancieren auf einem Bein mit ausgestreckten Armen bei gleichzeitigem Blick in die Kamera.

Dabei ist es nicht entscheidend, ob für die Fotoserie um Erlaubnis gebeten wurde. Denn: ist man dann in den Augen der Polizisten nicht gleich noch etwas mehr verdächtig wenn man den Fotos nicht zustimmt? Schließlich scheinen die Paparazzi ja irgendwie dazu zu gehören. Diesen Eindruck kann jedenfalls der Kontrollierte gewinnen.

Fazit: Mit einem Foto von einer Person, die balancierend auf einem Bein mit von sich gestreckten Armen in die Kamera gucken musste, hat Osthessen-News bewiesen, dass nur eines zählt: die Werbeeinnahmen.

3 Gedanken zu „Schlägt Osthessen-News Kapital aus der Notlage Einzelner?

  1. Schupo

    Tut mir leid aber ich kann auf der Seite von der ON keine Person erkennen. Alle Gesichter und Kennzeichen sind unkenntlich gemacht.

  2. Nussknacker Artikelautor

    Das stimmt, aber:

    – wo sind die Originale?
    – Und wer fotografiert?

    Es ist einfach nur eine peinlich Lage der betroffenen und die Paparazzi nutzen dies (zur Ihrem eigenen Vorteil) schonungslos aus!

  3. Schupo

    Wie ja schon richtig festgestellt wurde, ist das Veröffentlichen solcher Bilder ohne Einwilligung nicht gestattet. Ob man allerdings in den Augen der Polizisten bei einer Ablehnung gleich etwas mehr verdachtig ist, wenn man den Fotos nicht zustimmt, wage ich sehr zu bezweifeln.
    Was heutzutage jedoch leider zutrifft ist die Feststellung das die Paparazzi ja irgendwie schon dazu zu gehören. Und das ist schade.

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