Archiv für den Autor: Huan-Son_Carlos

Region FD

„Yeah, wir sind hipp, modern und jung. Unsere Seite hat eine klare Struktur und geschwungene Linien. Wir schreiben auf den Button: ‚Gib mir noch einen!‘ – wie lässig ist das denn!  Natürlich twittern wir und haben natürlich eine regelmäßig aktualisierte Facebook-Seite. Wir senden Botschafter in die Ferne aus und lassen lässige Jungs rocken.

Wir sind alle Mitte 30, wollen kreativ sein und sehen uns voll am Puls der Zeit – und merken dennoch: Web 2.0 wird nie unsere innere Leere füllen.“

HUAN-SOHN!

(Pic unrelated)

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Der Kampf geht weiter: ON versucht Werbeblocker zu blocken

Ein Großteil der osthessen-news.de-Leser wird wohl heute nach Aufruf der Seite auf die Impressum weitergeleitet worden sein. Denn seit heute versucht ON die Adblock-Benutzer auszusperren. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies verständlich, denn schließlich verdient das Nachrichtenportal hauptsächlich durch Banner-Werbung sein Geld und muss eine vergleichsweise große Redaktion finanzieren. Kurzum: Steigende Zahlen an Adblock-Nutzern sind für ON wie sinkende Nutzerzahlen und wirken sich auf die Werbeeinnahmen negativ aus.

Allerdings ist aus Nutzer-Sicht die Werbung im Internet – ob dezent oder groß und bunt – allgemein ein Nervfaktor. Zwar finanziert sie den Content den sich die User ansehen, dennoch ist der Mensch (von Natur aus?) auf kurzfristige Genussmaximierung getrimmt – also Werbung off, aber voller Content. Das ist zwar keine positve Eigenschaft des Menschen, jedoch eine nicht wegdiskutierbare Realität. Zudem ist gerade das Internet auf der Erde der Anarchie gewachsen und man lässt sich nicht gerne etwas verbieten.

Bevor es jetzt allzu abgefahren und philosophisch wird: Was kann der geneigte User, der sich mit seinen eigenen moralischen Prinzipien auseinander gesetzt hat (oder auch nicht), gegen die Adblock-Blockade machen?

Schauen wir uns das Script an:

<script src="banner/ads/adserver/click/ad.js" 
type="text/javascript"></script> <script type="text/javascript">
try {     if (!werbeblocker) {       zeigemeldung = true;     }
else {       zeigemeldung = false;     }   } catch(e) {
zeigemeldung = true;   }   if (zeigemeldung) {   setTimeout("self.location.href='Blocker.php'",5000);     }
 </script>

Das bedeutet, wenn der Pfad banner/ads/adserver/click/ blockiert ist (Adblock-Standard), wird man auf die „Blocker.php“-Seite – in diesem Fall Impressum weitergeleitet.

Daher ist die Lösung einfach:  Adblock-Symbol anklicken, nach „Adserver“ suchen, Doppelklick auf blockierten Link, Link in die Ausnahmeliste aufnehmen und über ungeblockte Seite freuen.

adblock2.jpg

Natürlich wird ON sich früher oder später wieder etwas anderes überlegen. Aber auch dann wird es wieder umgangen werden. Das ganze erinnert mich an das Hase und Igel-Spiel bei Kopierschutzmechanismen. Es wird nie den perfekten Schutz geben. Seht das ein und lebt damit!

 HUAN-SON!

Preisanstieg bei FZ & Co – bis zu 25% Aufschlag

Saftige Preiszuschläge von bis zu 25 % mehr verlangt ab dem 1. August 2010 der Parzeller-Verlag für seine Printprodukte. Während die Fuldaer und die Hünfelder Zeitung um „moderate“ 6,7 Prozent im Einzelverkauf teurer werden, wird der Schlitzer Bote sogar um  satte 25 Prozent (!) pro Ausgabe mehr kosten. Ich kenne zwar den Print-Regionalteil des Schlitzer Botens nicht, bezweifele aber aufgrund der schlechten der FZ-Unterseite für die Region, dass dieser Aufschlag gerechtfertigt ist. Wo wir beim Thema Rechtfertigung sind. Womit werden die steigenden Preise begründet? Inflation, gestiegene Rohstoff- oder Energiepreise? NEIN. Die Begründung:

„… Wir bieten Ihnen heute mehr Themen und mehr Seiten als jemals zuvor – und dies in einer zunehmend höheren Qualität … Diese Mehrleistungen wollen aber auch finanziert werden, daher ist es unumgänglich, dass wir eine Anpassung unserer Bezugspreise vornehmen … „, schreibt die Parzeller-Verlagsleitung auf Seite 2 der heutigen Ausgabe.

Hahahaha, selten so gelacht. Seit dem neuen Design ist die FZ profilloser geworden, die Artikel schlechter denn je und zumindest im überregionalen Teil ist der Großteil aus Agenturmaterial zusammengeklaubt. Die Redaktion wurde im Laufe der Jahre immer weiter verkleinert und die Mitarbeiter mit Niedrigstgehältern abgespeist. Bereits im Jahre 2009 ging dagegen die Gewerkschaft ver.di auf die Straße (http://mmm.verdi.de/archiv/2009/06-07/print/fuldaer_zeitung_ohne_bodenhaftung ; http://www.osthessen-news.de/beitrag_B.php?id=1166448 ). Vor diesem Hintergrund und mit dem aktuellen Print-Produkt vor Augen, wirkt das Ganze wie eine Verhöhnung der Leser. Die senile Leserschaft, die immer mehr wegstirbt, und die Zeitung wahrscheinlich nur wegen den Todesanzeigen liest, wird sich wohl nicht dazu aufreißen können, Konsequenzen zu ziehen und ihr Abonnement zu kündigen. Das hat sich wohl auch der Verlag Parzeller gedacht und versucht aus dem Produkt Tageszeitung noch das Maximum herauszusaugen, bevor es stirbt.

Das Geld für die Fuldaer Zeitung ist wohl besser investiert in eine Zeitung wie die Süddeutsche, die TAZ oder die Frankfurter Allgemeine. Die regionalen Infos bekommt man bei osthessen-news. Nur auf die Todesanzeigen muss man dann leider verzichten …

 Huan-Son! 

Propaganda aus dem Hause Parzeller

Es ist immer wieder erstaunlich wie oft schlechte Nachrichten als positive verkauft werden. Insbesondere der Verlag Parzeller mit Propagandaminister und Geschäftsführer Rudolf Lechner mischt dabei ganz weit vorne mit. Unter dem Titel „Verlag Parzeller kehrt Trend erfolgreich um“ ( http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/wirtschaft/Wirtschaft-Verlag-Parzeller-kehrt-Trend-erfolgreich-um;art308,317332 ) freut sich der 57-Jährige, dass die Zahl  der täglichen Leser seit 2006 von 145 000 auf 175 000 gestiegen sei. Damit erreiche die Zeitung täglich 65 Prozent der Menschen über 14 Jahre in der Region. Zwar sei die verkaufte Auflage um 1,4 Prozent zurückgegangen, aber man müsse bedenken „dass ein Zeitungsexemplar heute durch mehr Hände geht als früher“. Angeblich würden mittlerweile 3,0 Personen eine Zeitung lesen.

Statistikpropaganda und Gratisblatt-Schwämme

Hier wird ganz klar ein definitiver Abwärtstrend in der verkauften Auflage der einzigen Tageszeitung in der Region schön geredet. Diese Statistik-Propaganda, dass die Zeitung mittlerweile von 3,0 Leuten pro Exemplar gelesen werde, soll lediglich die Anzeigenkunden beruhigen, damit diese sich nicht gegen die exorbitant teuren Printpreise auf die Barrikaden gehen. Das nicht noch mehr Werbekunden dem Verlag Parzeller den Rücken kehren, hängt insbesondere daran, dass die Region mit den Gratisblättern wie Marktkorb überschwemmt wird und somit die Schaltung von Werbung in Parzeller-Publikation zum Leidwesen der mittelständigen Unternehmen der Region fast alternativlos (Ausnahme: Fulda Aktuell) ist.

Werbeüberladene Alternativen

Der Wunsch nach Alternativen zeigt sich in der Werbeüberflutung von Internetportalen wie osthessen-news.de . Allerdings ist mittlerweile deren Startseite so mit Bannern überladen, dass man selbst das Logo verkleinern musste, um mehr Platz für Werbung zu schaffen. Eigentlich ist dort kaum mehr Werbung möglich (solange man nicht noch Popup-Banner und seitenfüllende Flashwerbung einführt).

Beschissen und charakterlos

Die Zukunftsprognose sieht so aus, dass die Print-Auflage der Fuldaer Zeitung + deren Derivate immer weiter zurück gehen wird. Da helfen weder das neue (beschissene und charakterlose) Design sowie Jugend- und Kinderseiten. Gleichzeitig wird die Auflage der Gratiszeitungen steigen um den Werbetreibenden weiterhin eine Plattform mit (rein statistisch) hoher Leserschaft zu ermöglichen. Ein journalistisch hohes Niveau – was bei der FZ nur noch in Ansätzen vorhanden ist – wird in der Zukunft non-existent sein – zumindest auf regionaler Ebene.

paid-content als Lösung?

Zwar setzen die Verleger alle Hoffnung auf neue Geschäftsmodelle wie das Ipad, aber wer braucht in Zeiten des Internets noch paid-content um sich informiert zu fühlen? Zwar postuliert der Bund deutscher Zeitungsverleger (BDZV) das Ende der kostenlosen Internetauftritte, aber das wird in der Region Fulda kaum praktikabel sein … Osthessen-News würde sich die Hände reiben.

Fazit

Der Verlag Parzeller wird sich um ungemütliche Zeiten – insbesondere mit seinem Produkt Fuldaer Zeitung einstellen müssen. Da hilft auch nicht die hilflose Propaganda des Verlagsgeschäftsführers weiter  – denn auch die Werbekunden sind nicht dumm.

Huan-Son!

Ganz osthessen-news werbefrei? – nicht ganz …

Was?! Keine Werbung auf osthessen-news?! Wie geht denn das? Eine (zumindest optisch) werbefreie osthessen-news-Seite ist zumindest für AdblockPlus-Nutzer – also eigentlich für jeden visierten Internetuser – mittlerweile zur Normalität geworden. Aber was ist das: ein Banner vom Autohaus Atzert-Weber ist nun trotz Werbeblocker zu sehen! Der Grund: der Banner wird von den normalen Filterregeln nicht erkannt, da er einfach im Rootordner ohne Bannerkennzeichnung gespeichert wurde. Ein Zufall? Eher nein – wahrscheinlich ist der Werbekunde selbst ein Adblocker-Nutzer und hat diese Sonderlösung von osthessen-news gefordert. „Sonst gibbet keine Kohle, capiche?!“

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Sieht mit und ohne Adblocker scheisse aus: die ON-Seite.

Die zunehmende Nutzung von Adblockern in der werberelevanten Zielgruppe wird sich gerade für osthessen-news – das sich allein aus Werbeeinnahmen finanziert –zum Problem entwickeln. Ob nun zukünftig dort mit allen Bannern so verfahren wird, wie beim atzert-weber-Banner wird sich zeigen. Ob allerdings dann die Adblock-User wieder Werbung sehen wollen bzw. werden ist fraglich, ein Rechtsklick auf den betreffenden Banner reicht zur manuellen Blockade (siehe Foto).

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Huan-Son!

Wo sind all die Blogger hin? – Mythenmetzger enttarnt!

Da ich ja bereits im letzten Beitrag indirekt das Schwinden der Fuldaer Bloggerscene (gab es denn jemals eine?) konstatiert habe, stellt sich diesmal – frei nach den Flodders – die Frage: Frank du alter Wichser, wo bissu?! „Frank, wer?“, werden sich jetzt wahrscheinlich viele fragen, denn sein Blog http://www.fuldaerfreiheit.de wurde – insbesondere zu seinem Leidwesen – von wenigen wahrgenommen. Vielleicht hätte er ihn auf Russisch verfassen sollen, dann hätte er vielleicht auf seine Nachbarn aus seiner „Hood“ zählen können. Frank, der im Gegensatz zum Fuldablogger (http://www.fuldablogger.de), eher dem politisch linken Spektrum zuzuordnen ist (welcher CDU-Anhänger würde auch freiwillig ins Migranten-Ghetto ziehen?),  schrieb meist seinen Frust über die Fuldaer Lokalpolitik nieder. Seine Lieblingsgegner: Oberbürgermeister Gerhard Möller und Fuldas Bürgermeister Wolfgang Dippel (beide CDU).

Unix-Frust verstärkt Blog-Lust

Noch mehr als die Lokalpolitik schien allerdings Frank die fehlende Beachtung seiner Ergüsse zu ärgern, sodass sein Blog www.fuldaerfreiheit.de seit etwa einem Jahr nicht mehr erreichbar ist. Der Unix-Server in seinem Keller, worauf die Seite anscheinend lief, ist aus oder wird zum Pr0n-Leechen benutzt (Alternativ: Bittorrent-Server für Unix-Isos). Ah, wo wir gerade beim Thema sind. Warum bloggt man? Der Hauptgrund ist für viele wahrscheinlich Frust – und der scheint gerade bei den Unix-Fricklern wg. fehlender Treiberunterstützung und kaum kommerzieller Software tief zu sitzen. Dieser Frust ist wohl für viele die Triebfeder zum Bloggen und zur Open-Source-Huldigung („ist ja eh besser als kommerzielle Software, da nicht propräritär“). Btw.: mein Antrieb zum Bloggen ist nicht der Frust, sondern die Lust – außerdem werden meine „hochqualitativen“ Meinungsäußerungen zum Großteil von der FZ nicht veröffentlicht.

Wo sind all die Blogger hin – sie sind bei der FZ drin!

Ja, wo wir wieder beim Thema sind:  Wo sind all die Fuldaer Blogger hin? Die Antwort ist einfach: bei www.fuldaerzeitung.de ! Dort finden die Blogger nämlich, was sie suchen: Aufmerksamkeit oder zumindest viele potenzielle Leser ihrer Kommentare. Insbesondere solche „Aufmerksamkeitshuren“ wie Frank fanden dort ein neues Zuhause. Daher ist klar, dass er seine kaum gelesene Seite deaktiviert hat und nun zur FZ migriert ist.

Und somit ist es auch einfach Frank bei der FZ zu „demaskieren“. Einfache Rechnung:

– er hat viel Frust, weil er im Ghetto wohnt und er im Fuldaer Land als Linker einsam ist –> er schreibt bei der FZ viel.
– seine Gegner sind natürlich der OB und BM Dippel und Leute die Geld haben wie Fuldaer Investoren (Kropp etc.)
– weil nur das Wort „Fulda Galerie“ genannt wird, wird mitdisktutiert
– und… und … und…

Welches Synonym hat nun Frank bei der FZ?

Die Lösung: Mythenmetzger

Überrascht? Mit fast 200 Posts wird er nur noch von „Buerger“ übertroffen. Da dieser aber politisch eine andere Einstellung hat, war die Lösung klar.

Huan-Son!

Foul zum WM-Anpfiff: Fuldablogger droht FZ

Mann, Mann, Mann … muss dass ein Spektakel gewesen sein … Nach seinem Blogger-Treffen auf der Fibit ( http://fuldablogger.de/fibit/4-fibit-09.html) wurde es erstmal ruhig um den „Fuldablogger“. Anscheinend musste er sich zunächst von dem Ansturm der Fuldaer Bloggerscene erholen … lebt denn der alte Holzmichel noch man da fast bloggen, aber „Jaaa, er lebt noch, er lebt noch …“.

Auf seinem  Zweitblog http://spetzekille.blogspot.com war auch nach dem großen Bloggertreffen noch was zu lesen – falls man sich für Unix-Frickelei und sonstigen Open-Source-Eichelkäse interessiert.  Erfreulicherweise findet man darunter auch die einige oder andere Meldung über die Region Fulda. Lieblingsthema: die regionale Medienlandschaft, in der er mit den äußerst erfolgreichen und regelmäßig aktualisierten Portalen http://www.osthessenweb.de und http://www.rhoenlokal.de/ mitmischen will/wollte. Besonders anzurechnen ist ihm, dass er höchst persönlich das Web 2.0 in die „Powerregion Osthessen“ hineinholte. Unvergessen ist wie er der Fuldaer-Zeitung half, auf den Twitterzug aufzuspringen (http://blog.spetzekille.de/2009/02/lebenszeichen-und-blick-in-die-twitter.html). und unter seiner Federführung eine Public-Viewing-Karte zu EM 2008 auf google.maps Basis auf der FZ-Seite zu integrierien.

Doch nun was für ein Undank! Da scheint die FZ sein bisheriges Engagement vergessen zu haben und macht einfach seine  Public-Viewing-Karte kaputt (http://blog.spetzekille.de/2010/06/public-viewing-in-fulda-und-region-in.html) . Jetzt ist der osthessische Internetpapst traurig ( http://blog.spetzekille.de/2010/06/offener-brief-das-wm-map-team-der.html )und droht der Online-Gazette gar mit der Löschung der Karte. Wie geht es nun weiter mit der Lovestory zwischen der FZ und dem treuen Christdemokraten? Wird es zur Eskalation kommen? Oder wird der Internet-Prophet nun das Web 2.0 zum Web1.0-Dinosaurier osthessen-news.de bringen? Die riesige Fuldaer Blogger-Szene hält gespannt den Atem an und blickt auf http://spetzekille.blogspot.com .

Huan-Son!

Überblick: Kommentarsysteme in Fulda – nur die FZ unterhält

Kommentarsysteme sind im Internet mittlerweile fest etabliert. Ob in Blogs, Onlinecommunities oder Nachrichtenseiten – überall kann sich der geneigte User in die Diskussion mit einschalten.  Zwar hat sich herauskristallisiert, dass gerade die Unzufriedenen, die Schreihälse und die Besserwisser bevorzugt ihren Senf abgeben. Dennoch: Plattformbetreiber  haben erkannt, dass die Vorteile überwiegen und die Userbindung zu ihrer Webpräsenz steigt. Da in der Wirtschaftsregion Fulda bekanntlich die Mühlen der Zeit ein wenig gemächlicher mahlen, sei ein Blick auf die Internetportale der Region– insbesondere auf die Nac Zhrichtenseiten – erlaubt.

Die Fuldaer Zeitung

Die größten Player sind ohne Zweifel http://www.osthessen-news.de und http://www.fuldaerzeitung.de. Zunächst zur FZ: Vergleichsweise spät ist die einzige Tageszeitung Fuldas auf den Online-Zug aufgesprungen – durchaus weil man lange glaubte das Nachrichtenmonopol in der Region inne zu haben. Seit aber die zahlenden Printleser wegsterben und die Anzeigenkunden aufgrund der Mondpreise für Anzeigen auf die kostenlosen Blätter wie Fulda Aktuell umsteigen, musste das Online-Projekt ein wenig „aufgepimpt“ werden. Nicht zu unterschätzen war mit Sicherheit der Einfluss auf diese Entscheidung durch die immer weiter wachsende Popularität des Onlinenachrichtenportals Osthessen-News bei der Generation 50- und insbesondere dessen Akzeptanz bei den Werbekunden (als Indiz reicht ein Blick auf die ON-Hauptseite).Als Basis nahm die FZ das Newsroom-Content-Management-System, das Deutschlandweit von Zeitungsredaktionen eingesetzt wird.

Back to topic: Zunächst funktionierte das Kommentarsystem der FZ nur per Anmeldung – und niemand nutzte es. Dann wurde die Registierung für ein paar Monate deaktiviert und langsam fing es an zu brummen. Als dann die User-Bindung geschaffen war, wurde die Anmeldung wieder eingeführt. Wer sich im Login-Bereich genauer umschaut, wird feststellen, dass die Registrierung als Grundlage für späteren Paid-Content genutzt werden soll. Aber wer zahlt schon für Nachrichten (auch wenn die von der FZ in der Region die „Hochwertigsten“ sind), solange es Osthessen-News mit seiner regionalen Vielfalt gibt?
Das Kommentar-System der FZ läuft derzeit rund, auch wenn viele kritische Kommentare, insbesondere wenn es über die Berichterstattung der FZ oder über Konkurrenz-Produkte geht, nicht veröffentlicht werden (auch wenn es bei der Scheisse, die ich dort schreibe nicht verwunderlich ist, werden rund 50% meiner Kommentare nicht veröffentlicht).
Fazit: Das Kommentarsystem der FZ hat zu einer hohen User-Medium-Bindung geführt und den Unterhaltungsfaktor beim Nachrichtenlesen ins Unermessliche gesteigert.

Gut genutzt und amüsant: Kommentare bei der Fuldaer Zeitung

Osthessen-news
Darum ist es nur allzu verwunderlich, warum gerade der Internet-Pionier der Region (ja, ich weiß fuldainfo waren die ersten; sind und werden aber immer Scheisse und unbedeutend bleiben), kein Kommentarsystem anbietet.
Darum jetzt in aller Deutlichkeit der Aufruf: „What the fuck osthessen-news?! Warum kann ich bei Euch keine Kommentare abgeben?“. Die Leserschaft würde es danken und somit würde ihre Treue verstärkt werden und ihr könntet mehr und teurere Anzeigen verkaufen … Auf der Höhe der Zeit ist die ON-Seite, ja sowieso schon lange nicht mehr. Zwar ist sie übersichtlich, wenn man mit Adblock-Plus den „Werbekranz“ ausgeblendet hat und mittlerweile zieht die Seite sich auf Breitbildschirmen auch nicht mehr unschön in die Länge. Aber Hallo: Javascript-Laufschrift, HTML-tables und keinerlei Interaktion. Dennoch: die (manchmal reißerischen) Inhalte, insbesondere die Videos und die unzähligen Fotos, und die Schnelligkeit bestechen. Aber warum ruht ihr euch auf diesen Lohrbeeren aus? Spätrömische Dekadenz?

Schade: Keinerlei Userinteraktion: Osthessen-News

Die „Anderen“

Die Kommentarsysteme der anderen unbedeutenden „Medien“ sind nicht der Rede wert. Schöne-nachrichten.de, dessen Langlebigkeit und Finanzierungsmodell verwundert, hat seine Kommentare ständig deaktiviert. Welche Nutzer sollten dort wohl auch schreiben? Und fulda-info dümpelt weiterhin in der Pressemitteilungs- und ohne eigenen Inhalten geprägten Bedeutungslosigkeit vor sich hin – allerdings: zum Kommentieren muss man sich nicht anmelden. Wie Kommentarfreudigkeit, der nicht existenten Userschaft ist, zeigt ein Blick ins Archiv.
Abschließendes Fazit:

Richtig gemacht hat bislang nur die Fuldaer Zeitung. Auch wenn man dort nix schreibt, lohnt sich ein Besuch der meistkommentierten Artikel. Selbst wenn die „Ergüsse“ dort oft nicht der Wahrheitsfindung (sollen sie das überhaupt?!) beitragen, dienen sie meist der Kurzweil und der Unterhaltung. Kurzum: Internet is for porn (and for entertainment).
Euer Huan-Son